Ohr­wür­mer aus Ös­ter­reich

Joseph-von-Fraunhofer-Halle Presseberichte: Joseph-von-Fraunhofer-Halle Allgemein

... „I am from Aus­tria“ be­geis­tert in der Fraun­ho­fer­hal­le

Ende der 60er Jahre entstand in Österreich etwas Einmaliges – der Austropop. Und wenn jubelnde Zuschauer stehend die Lieder von STS oder Fendrich mitsingen, dann ist man in einem Konzert von „I am from Austria“, der größten Austropop-Show Europas. Sechs g’standene Musiker – allerdings alle aus Bayern – haben es wirklich drauf.

Das bewiesen sie einem tollen Publikum am Donnerstagabend in der Fraunhoferhalle. Hier feierte der Austropop eine große Party mit einer „Überdosis G’fühl“ und mit aufwendiger Licht-Technik. Mit viel Humor, Authentizität und Spielfreude zündeten die Musiker ein Hitfeuerwerk auf die Bühne.

Allesamt Musiker, die mit dem Austropop groß geworden sind, gingen mit dem Publikum auf eine musikalische Reise durch das schier unerschöpfliche Repertoire. Und alle Größen des Austropops gaben ihre Visitenkarte ab. STS, Georg Danzer, Rainhard Fendrich, Wolfgang Ambros, Peter Cornelius, Ludwig Hirsch, Falco, Hubert von Goisern, Opus und auch die EAV. Meilensteine der österreichischen Musikgeschichte. Da fehlte weder der „Großvater“ noch der – laut Band – Welthochzeitshit Number One: „Weilst a Herz hast wia a Bergwerk“. Da konnte man schon manchmal meinen, die Originale zu hören. Auch die leiseren Songs, die ja einen großen Teil der Austropopgeschichte ausmachen, sorgten am Donnerstagabend für Gänsehaut. Und weil alle Hits zu spielen den abendlichen Zeitrahmen gesprengt hätte, wurden viele Hits von einzelnen Interpreten einfach in gute Medleys verpackt.

Eigentlich lebt der Austropop weiter. Das bewiesen erst „Seiler und Speer“ mit ihrem Riesenhit „Ham kummst“. Auf die Bühne gebracht wird das alles, was das Publikum so begeistert, von Chris (Gitarre, Gesang), Matthias „Hias“ (Gitarre, Gesang), Peter „Schutti“ (Gitarre, Gesang), Reiner (Akkordeon, Keyboard), Bernhard (Bass) und Robert (Schlagzeug), die allesamt mit beeindruckender Souveränität und Perfektion überzeugen. Schon einige Jahre tourt die Band mit großem Erfolg durch die Konzertsäle in Bayern. Und die Mundarthits zünden immer noch. Denn an die großen Gefühle rühren bis heute noch immer Danzer, Ambros und Fendrich.

Von Wilfried Schaffrath

Quelle: Straubinger Tagblatt, 24.03.2018